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<title>Der Fremde</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Der Fremde</span></h1>
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<p><b>Der Fremde</b> (<a href="Franz%C3%B6sische_Sprache" title="Französische Sprache">franz</a>. <i>L’Étranger</i>) ist ein <a href="Roman" title="Roman">Roman</a> des französischen <a href="Schriftsteller" title="Schriftsteller">Schriftstellers</a> und <a href="Philosoph" title="Philosoph">Philosophen</a> <a href="Albert_Camus" title="Albert Camus">Albert Camus</a>. Er erschien 1942 im Pariser Verlagshaus <a href="Gallimard" class="mw-redirect" title="Gallimard">Gallimard</a> und wurde einer der meistgedruckten französischen Romane des 20. Jahrhunderts. Er gilt als eines der Hauptwerke der Philosophie des <a href="Existentialismus" title="Existentialismus">Existentialismus</a> und <a href="Absurdismus" class="mw-redirect" title="Absurdismus">Absurdismus</a>.
</p><p>Das Magazin <a href="Der_Spiegel" title="Der Spiegel">Der Spiegel</a> zählt den Roman zu den besten 100 zwischen 1925 und 2025.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Inhalt">Inhalt</h2></div>
<p>Der Roman erzählt die Geschichte eines introvertierten Mannes namens Meursault. Er hat einen Totschlag begangen und wartet in seiner Gefängniszelle auf die Hinrichtung. Die Handlung spielt im <a href="Algerien" title="Algerien">Algerien</a> der <a href="1930er" title="1930er">1930er Jahre</a>.
</p><p>Der Roman ist in zwei Teile gegliedert. Der erste Teil beginnt mit den Worten: „Heute ist Mama gestorben. Oder vielleicht gestern, ich weiß es nicht.“ Bei der Beerdigung seiner Mutter zeigt Meursault keine Emotionen. Das Fehlen von Anteilnahme beruht offenbar auf einem kühlen Verhältnis, das zwischen Mutter und Sohn herrschte. Der Roman setzt sich mit einer Dokumentation der folgenden Tage von Meursaults Leben aus der <a href="Ich-Erz%C3%A4hler" class="mw-redirect" title="Ich-Erzähler">Ich-Perspektive</a> fort.
</p><p>Meursault zeigt sich als Mensch, der <a href="Antriebslosigkeit" class="mw-redirect" title="Antriebslosigkeit">antriebslos</a> in den Tag hineinlebt, der zwar Details seiner Umgebung wahrnimmt, jedoch Gewalt und Ungerechtigkeit ungerührt hinnimmt. Kurz nach der Beerdigung seiner Mutter beginnt er eine Liebesaffäre, was später als Beweis für seine emotionale Kälte angeführt wird. Meursault ist offenbar zufrieden, wenn sein Alltag routinemäßig und wie gewohnt verläuft.
</p><p>Sein Nachbar, Raymond Sintès, der der <a href="Zuh%C3%A4lterei" title="Zuhälterei">Zuhälterei</a> verdächtigt wird, freundet sich mit ihm an. Meursault hilft Raymond, eine junge Frau anzulocken, damit dieser sie bestrafen kann - es bleibt unklar, ob die Frau die ehemalige Geliebte des Nachbars, oder er ihr Zuhälter ist; Raymond bedrängt und demütigt die Frau. Später begegnen Meursault und Raymond dem Bruder der Frau und dessen Freunden am Strand, es kommt zu einer Schlägerei bei der Raymond mit dem Messer verletzt wird. Kurz danach trifft Meursault auf einen der Araber, der bei seinem Anblick ein Messer zieht und ihn mit dem Glanz der Sonne auf der Messerklinge blendet; daraufhin tötet ihn Meursault mit einem Schuss aus seiner Pistole. Ohne besonderen Grund gibt er unmittelbar darauf vier weitere Schüsse auf den Leichnam ab, was vor Gericht zum Ausschluss von Notwehr und unbeabsichtigtem Totschlag und letztlich zur Verurteilung Meursaults als Mörder führt. Meursaults mögliche <a href="Unzurechnungsf%C3%A4higkeit" class="mw-redirect" title="Unzurechnungsfähigkeit">Unzurechnungsfähigkeit</a> nach Stunden in praller Sonne steht im Raum.
</p><p>Der zweite Teil des Buches behandelt den Prozess. Hier wird der <a href="Protagonist" title="Protagonist">Protagonist</a> erstmals damit konfrontiert, wie er durch sein gleichgültiges Verhalten auf gottesfürchtige Menschen wirkt. Den Vorwurf, er sei <a href="Atheismus" title="Atheismus">gottlos</a>, nimmt er kommentarlos hin und verteidigt sich nicht. Sein <a href="Indolenz" title="Indolenz">indolentes</a> Verhalten deutet er selbst als konsequenten Lebensansatz. Meursault wird zum Tod durch die <a href="Guillotine" title="Guillotine">Guillotine</a> verurteilt. Als der Gefängnisgeistliche in der Todeszelle für ihn beten will, wird er wütend, doch zum Schluss zeigt er sich empfänglich „für die zärtliche Gleichgültigkeit der Welt“.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Beziehung_zum_Gesamtwerk">Beziehung zum Gesamtwerk</h2></div>
<p>Der Roman entstand parallel zu Camus’ philosophischer Abhandlung <i><a href="Der_Mythos_des_Sisyphos" title="Der Mythos des Sisyphos">Der Mythos des Sisyphos</a></i> und entwickelt die darin essayistisch vorgestellte <a href="Philosophie_des_Absurden" title="Philosophie des Absurden">Philosophie des Absurden</a> in literarischer Form. Dabei diente ihm der zwischen 1936 und 1938 niedergeschriebene und erst postum erschienene Roman <i><a href="Der_gl%C3%BCckliche_Tod" title="Der glückliche Tod">Der glückliche Tod</a></i> gleichsam als Steinbruch. <i>Der Fremde</i> steht zudem in enger thematischer Beziehung zu dem Bühnenstück <a href="Caligula_(Camus)" title="Caligula (Camus)"><i>Caligula</i></a> (Uraufführung 1945) und zu <i><a href="Die_Pest" title="Die Pest">Die Pest</a></i>. In diesem 1947 veröffentlichten zweiten Roman Camus’ findet sich folgende Anspielung auf den fünf Jahre älteren <i>L’Étranger</i>:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote lang="fr" style="margin:0;">
<p>«&nbsp;Grand avait même assisté à une scène curieuse chez la marchande de tabac. Au milieu d’une conversation animée, celle-ci parlait d’une arrestation récente qui avait fait du bruit à Alger. Il s’agissait d’un jeune employé de commerce qui avait tué un Arabe sur une plage. – Si l’on mettait toute cette racaille en prison, avait dit la marchande, les honnêtes gens pourraient respirer.
Mais elle avait dû s’interrompre devant l’agitation subite de Cottard qui s’était jeté hors de la boutique, sans un mot d’excuse.&nbsp;»
</p>
</blockquote>
<blockquote style="margin:.5em 0 0 0;" lang="de-Latn">
<p>„Grand war sogar Zeuge einer seltsamen Szene im Tabakladen geworden. Inmitten einer lebhaften Unterhaltung sprach die Ladenbesitzerin von einer Verhaftung aus jüngster Zeit, die in Algier für Aufsehen gesorgt hatte. Es handelte sich um einen jungen Handelsangestellten, der einen Araber am Strand getötet hatte. ‚Wenn man dieses ganze Gesindel ins Gefängnis stecken würde‘, hatte die Händlerin gesagt, ‚könnten die anständigen Leute aufatmen.‘ Aber angesichts der plötzlichen Aufregung Cottards, der ohne ein Wort der Entschuldigung aus dem Laden stürzte, konnte sie nicht zu Ende reden.“
</p>
</blockquote></div><div class="cite" style="margin:-1em 0 1em 1em;">– <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261921330">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


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/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><span class="Person h-card">Albert Camus</span>: <cite style="font-style:normal"><i>La Peste</i>, Folio Gallimard (56–57)</cite></div></div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Rezeption">Rezeption</h2></div>
<p>Die Romane mehrerer algerischer Autoren lassen sich als Antwort auf den Mord an dem Araber in <i>L’Étranger</i> lesen; in ihren Romanen werden weiße Siedler von Arabern getötet. Christiane Chaulet-Achour spricht in diesem Zusammenhang von „renversement“.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Romane sind:
<a href="Emmanuel_Robl%C3%A8s" title="Emmanuel Roblès">Emmanuel Roblès</a>, <i>Les Hauteurs de la ville</i> (1946),
<a href="Mouloud_Feraoun" title="Mouloud Feraoun">Mouloud Feraoun</a>, <i>La Terre et le sang</i> (1953),
<a href="Mouloud_Mammeri" title="Mouloud Mammeri">Mouloud Mammeri</a>, <i>Le Sommeil du Juste</i> (1955),
<a href="Kateb_Yacine" title="Kateb Yacine">Kateb Yacine</a>, <i>Nedjma</i> (1956),
Jean Pélégri, <i>Le Maboul</i> (1963).
In viel größerem zeitlichen Abstand veröffentlichte <a href="Kamel_Daoud" title="Kamel Daoud">Kamel Daoud</a> im Jahre 2013 den Roman <i>Meursault, contre-enquête</i> als „hommage en forme de contrepoint“ („Würdigung in Form eines Kontrapunkts“).<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><i>Der Fremde</i> wurde in die <a href="ZEIT-Bibliothek_der_100_B%C3%BCcher" class="mw-redirect" title="ZEIT-Bibliothek der 100 Bücher">ZEIT-Bibliothek der 100 Bücher</a> und <a href="Die_100_B%C3%BCcher_des_Jahrhunderts_von_Le_Monde" title="Die 100 Bücher des Jahrhunderts von Le Monde">die 100 Bücher des Jahrhunderts von Le Monde</a> aufgenommen.
</p><p>Der Schriftsteller <a href="Albert_Wendt_(Dichter)" title="Albert Wendt (Dichter)">Albert Wendt</a> aus Samoa entdeckte im Alter von 18 Jahren den Roman <i>The Outsider</i> (so der Titel der britischen Übersetzung von <i>L’Étranger</i>) für sich und war begeistert.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der US-amerikanische Comicautor Steve Gerber, der <i>Der Fremde</i> im College gelesen und als wahre Offenbarung über das eigene Leben empfunden hatte, bezeichnete den Roman als den wichtigsten Einfluss auf die Comicserie <i>Howard the Duck</i> und die Figur des titelgebenden Erpels, den er und der Zeichner Val Mayerik 1973 gemeinsam erfanden (s. den 1986 erschienenen Film <i><a href="Howard_%E2%80%93_Ein_tierischer_Held" title="Howard – Ein tierischer Held">Howard – Ein tierischer Held</a></i>, der lose auf der Comicserie basiert).<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im Roman <i>Ce qu’ils disent ou rien</i> von <a href="Annie_Ernaux" title="Annie Ernaux">Annie Ernaux</a> entdeckt die jugendliche Protagonistin den Roman <i>L’Étranger</i> während der Ferien und „verschlingt“ ihn.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im Erstlingsroman der erst 16-jährigen Autorin <a href="Anne-Sophie_Brasme" title="Anne-Sophie Brasme">Anne-Sophie Brasme</a> mit dem Titel <i>Respire</i> (deutsche Übersetzung: <i>Dich schlafen sehen</i>) entdeckt die Protagonistin Camus’ Roman in einem Buchgeschäft und identifiziert sich mit Meursault.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der deutsche Schriftsteller <a href="Uwe_Timm" title="Uwe Timm">Uwe Timm</a> veröffentlichte eine Erzählung mit dem Titel <i><a href="Der_Freund_und_der_Fremde" title="Der Freund und der Fremde">Der Freund und der Fremde</a></i>, worin er u.&nbsp;a. schildert, wie er als Schüler mit <a href="Benno_Ohnesorg" title="Benno Ohnesorg">Benno Ohnesorg</a> über Camus’ Roman diskutierte.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Sam Shuster von der Universität Newcastle vertritt die These, dass die Beeinträchtigung der sozialen Beziehungen und der Interaktion Meursaults dem <a href="Asperger-Autismus" class="mw-redirect" title="Asperger-Autismus">Asperger-Autismus</a> entsprechen. Camus habe Meursault seinem engen Freund Galindo nachempfunden, der ebenfalls die für das Asperger-Syndrom charakteristischen Beeinträchtigungen gezeigt habe. Medizinisch wurde das Asperger-Syndrom jedoch erst nach Erscheinen des Buches „Der Fremde“ als Diagnose beschrieben und definiert, erstmals 1943 durch den österreichischen Kinderarzt <a href="Hans_Asperger" title="Hans Asperger">Hans Asperger</a>.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Adaptionen_und_Rezeptionen">Adaptionen und Rezeptionen</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kino">Kino</h3></div>
<ul><li>1967: <i>Der Fremde</i> wurde von <a href="Luchino_Visconti" title="Luchino Visconti">Luchino Visconti</a> mit <a href="Marcello_Mastroianni" title="Marcello Mastroianni">Marcello Mastroianni</a> in der Hauptrolle <a href="Der_Fremde_(1967)" title="Der Fremde (1967)">verfilmt</a>.</li>
<li>2001: <i>Yazgi</i> (Bestimmung) ist eine wortgetreue Verfilmung von Zeiki Demirkubuz</li>
<li>2003: <i><a href="State_of_Mind" title="State of Mind">State of Mind</a></i> ist eine lose Verfilmung des Romans</li>
<li>2025: <i><a href="Der_Fremde_(2025)" title="Der Fremde (2025)">L'étranger</a></i>, eine Verfilmung von <a href="Fran%C3%A7ois_Ozon" title="François Ozon">François Ozon</a> mit <a href="Benjamin_Voisin" title="Benjamin Voisin">Benjamin Voisin</a> in der Hauptrolle</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Literatur">Literatur</h3></div>
<ul><li>Der Protagonist Meursault spielt eine Rolle in <a href="T._C._Boyle" title="T. C. Boyle">T. C. Boyles</a> Roman <i>World’s End</i>, in dem sich eine der Hauptpersonen stets auf ihn bezieht und sich mit ihm vergleicht.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Musik">Musik</h3></div>
<ul><li>Die britische Band <i><a href="The_Cure" title="The Cure">The Cure</a></i> verarbeitete die Handlung von <i>Der Fremde</i> in ihrer ersten Veröffentlichung <i>Killing an Arab</i> (1978).</li>
<li>Die amerikanische Band <i><a href="Tuxedomoon" title="Tuxedomoon">Tuxedomoon</a></i> verarbeitete die Handlung von <i>Der Fremde</i> in ihrem Lied <i>L’Etranger</i>.</li>
<li>Der Text des Lieds <i>Algeria</i> der irischen Band <i><a href="JJ72" title="JJ72">JJ72</a></i> basiert auf <i>Der Fremde</i>.</li>
<li>Die britische Komponistin <a href="Susan_Oswell" title="Susan Oswell">Susan Oswell</a> schrieb als Auftragswerk eine <i>Sinfonie Choréografic – Der Fremde</i> nach Motiven des Romans, die am 16. Oktober 2015 am <a href="Theater_Trier" title="Theater Trier">Theater Trier</a> (Choreografie: <a href="Rosamund_Gilmore" title="Rosamund Gilmore">Rosamund Gilmore</a>) uraufgeführt wurde.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Comic">Comic</h3></div>
<ul><li>Aus Anlass von Camus’ 100. Geburtstag wurde <i>Der Fremde</i> auch als <a href="Graphic_Novel" title="Graphic Novel">Graphic Novel</a> veröffentlicht: Jacques Ferrandez, <i>Der Fremde – Die Graphic Novel – nach dem Roman von Albert Camus – auf der Grundlage der Übersetzung von Uli Aumüller</i>, Verlagshaus Jacoby Stuart 2013 (französische Originalausgabe bei Gallimard), ISBN 978-3-942787-21-5.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="PC">PC</h3></div>
<ul><li>Im koreanischen RPG-Spiel Limbus Company, entwickelt von Project Moon, ist Meursault einer der zwölf spielbaren Charaktere und basiert auf der gleichnamigen Figur des Romans <i>Der Fremde</i> von Albert Camus.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li>Jean-Paul Sartre: <i><a href="Der_Ekel" title="Der Ekel">Der Ekel</a></i>. 1938.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur_2">Literatur</h2></div>
<dl><dt>Primär</dt></dl>
<ul><li><i>L’Étranger</i>, Librairie Éditions Gallimard, Paris 1942.
<ul><li>Albert Camus: <i>Der Fremde.</i> Übers. von <a href="Georg_Goyert" title="Georg Goyert">Georg Goyert</a> und <a href="Hans_Georg_Brenner" title="Hans Georg Brenner">Hans Georg Brenner</a>. Karl Rauch, Düsseldorf 1948.</li>
<li>Übers. von <a href="Uli_Aum%C3%BCller" title="Uli Aumüller">Uli Aumüller</a>, Sonderausgabe. Rowohlt, Reinbek 2010, ISBN 978-3-499-25308-9.</li>
<li>Jacques Ferrandez: <i>Der Fremde – Die Graphic Novel.</i> Verlagshaus Jacoby &amp; Stuart GmbH, Berlin 2014, ISBN 978-3-942787-21-5.</li></ul></li></ul>
<dl><dt>Sekundär</dt></dl>
<ul><li>Emmy Greuter: <i>Die Fremdheit im Werk von Albert Camus</i> (= Diss. phil. Universität Zürich 1963).</li>
<li>Brian T. Fitch: <i>Le sentiment d’étrangeté chez André Malraux, Sartre, Camus et Simone de Beauvoir.</i> Paris 1964. (Bibliothèque des Lettres Modernes, 5)</li>
<li>William Wolfgang Holdheim: <i>Der Justizirrtum als literarische Problematik. Vergleichende Analyse eines erzählerischen Themas.</i> de Gruyter, Berlin 1969</li>
<li><a href="Peter_V._Zima" title="Peter V. Zima">Peter V. Zima</a>: <i>Der gleichgültige Held. Textsoziologische Untersuchungen zu Sartre, Alberto Moravia und Camus.</i> J. B. Metzler, Stuttgart 1983. 2., verb. Aufl. Trier 2004. (Literatur, Imagination, Realität. Band 33)</li>
<li><a href="Klaus_Heitmann_(Romanist)" title="Klaus Heitmann (Romanist)">Klaus Heitmann</a>: <i>Camus’ „Fremder“ – ein Identifikationsangebot für junge Leser?</i> In: <i>Romanistische Zeitschrift für Literaturgeschichte.</i> 1983, S. 487–505.</li>
<li><a href="Eberhard_Schmidh%C3%A4user" title="Eberhard Schmidhäuser">Eberhard Schmidhäuser</a>: <i>Vom Verbrechen zur Strafe. Albert Camus’ „Der Fremde“. Ein Weg aus der Absurdität menschlichen Daseins.</i> Verlag Müller, Heidelberg 1992. (Schriftenreihe der Juristischen Studiengesellschaft Karlsruhe, Heft 202)</li>
<li>Margot Fleischer: <i>Zwei Absurde: Camus’ „Caligula“ und „Der Fremde“. Eine Interpretation.</i> Königshausen &amp; Neumann Würzburg 1998.</li>
<li>Kathrin Glosch: <i>„Cela m’était égal“. Zu Inszenierung und Funktion von Gleichgültigkeit in der französischen Literatur des 20. Jahrhunderts.</i> J. B. Metzler, Stuttgart 2001</li>
<li>Wolfhard Kaiser: <i>L’Étranger – Der Fremde. Interpretationshilfe Deutsch – Französisch.</i> Stark Verlag 2001, ISBN 3-89449-542-1.</li>
<li>Brigitta Coenen-Mennemeier: <i>Die Existenz und das Absurde. Sartres La nausée, 1938 und Camus’ „L’étranger“, 1942.</i> In: Henning Krauß (Hrsg.): <i>Französische Literatur.</i> Band: Wolfgang Asholt (Hrsg.): <i>20. Jahrhundert: Roman.</i> Stauffenburg, Tübingen 2007, S. 219–268. (Stauffenburg-Interpretationen)</li>
<li>Christof Rudek: <i>Die Gleichgültigen. Analysen zur Figurenkonzeption von Dostojewskij, Moravia, Camus und Queneau.</i> Erich Schmidt, Berlin 2010. (= <i>Wuppertaler Schriften.</i> Allgemeine Literaturwissenschaft, 14) ISBN 978-3-503-09896-5.</li>
<li>Klaus Bahners: <i>Camus, Der Fremde. Interpretation.</i> In: <i><a href="K%C3%B6nigs_Erl%C3%A4uterungen" title="Königs Erläuterungen">Königs Erläuterungen</a>.</i> 61. C. Bange, Hollfeld 2016, ISBN 978-3-8044-2018-2.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li><a href="Reinhard_Baumgart" title="Reinhard Baumgart">Reinhard Baumgart</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20180409235151/http://www.zeit.de/1979/39/der-fremde"><i>Der Fremde</i></a> In: <i><a href="Die_Zeit" title="Die Zeit">Die Zeit</a></i> 21. September 1979</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.spiegel.de/kultur/literatur/literatur-die-besten-buecher-der-welt-zwischen-1925-und-2025-der-spiegel-literaturkanon-a-e138f11e-1302-48d2-8476-56840777d4dd"><i>Die besten Bücher der Welt.</i></a> In: <i>Der Spiegel.</i> 23.&nbsp;März 2025,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 30.&nbsp;November 2025</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ADer+Fremde&amp;rft.title=Die+besten+B%C3%BCcher+der+Welt&amp;rft.description=Die+besten+B%C3%BCcher+der+Welt&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.spiegel.de%2Fkultur%2Fliteratur%2Fliteratur-die-besten-buecher-der-welt-zwischen-1925-und-2025-der-spiegel-literaturkanon-a-e138f11e-1302-48d2-8476-56840777d4dd&amp;rft.date=2025-03-23">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Christiane Chaulet-Achour: <i>Albert Camus, Alger L’Étranger et autres récits.</i> Atlantica, Biarritz 1998, S.&nbsp;102. Auf S.&nbsp;109 schreibt die Autorin: „L’Arabe vaincu de <i>L’Étranger</i>, l’Arabe confondu avec le soleil, l’Arabe que l’on oublie sitôt le meurtre accompli devient, dans <i>Nedjma</i>, vainqueur, agissant et présent.“</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Erstausgabe 2013 in Algier durch Editions barzakh, Ausgabe in Frankreich 2014 durch Actes Sud, ISBN 978-2-330-03372-9.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Albert Wendt: <i>Discovering „The Outsider“.</i> In: Adèle King (Hrsg.): <i>Camus’s L’Etranger: Fifty Years On.</i> Macmillan, Basingstoke 1992, S. 48.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Darren Schroeder: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20121130214049/http://comicsbulletin.com/interviews/3845/steve-gerber-an-absurd-journey-part-i/"><i>Steve Gerber: An Absurd Journey Part I</i></a>, SilverBulletComicBooks.com, 7. Juni 2001.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Annie Ernaux: <i>Ce qu’ils disent ou rien.</i> Gallimard 1977, folio Nr. 2010, S. 32.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Anne-Sophie Brasme: <i>Respire</i> (= <i>Le livre de poche.</i> 15364). Fayard, Paris 2001, S.&nbsp;140.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Uwe Timm: <i>Der Freund und der Fremde</i>, Kiepenheuer&amp;Witsch, 2005, S.&nbsp;64–67, 91–95 und 128–129.</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Sam Shuster, University of Newcastle, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.dovepress.com/camuss-letranger-and-the-first-description-of-a-man-with-aspergers-syn-peer-reviewed-fulltext-article-PRBM">Camus’s L’étranger and the first description of a man with Asperger’s syndrome</a> in Dove Medical Press, Psychology Research and Behavior Management, April 2018</span>
</li>
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<div class="klappleiste-kopf">Werke von <a href="Albert_Camus" title="Albert Camus">Albert Camus</a></div>
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<p><b>Romane</b><br>
<a class="mw-selflink selflink">Der Fremde</a>&nbsp;|
<a href="Die_Pest" title="Die Pest">Die Pest</a>&nbsp;|
<a href="Der_Fall_(Roman)" title="Der Fall (Roman)">Der Fall</a>&nbsp;|
<a href="Der_gl%C3%BCckliche_Tod" title="Der glückliche Tod">Der glückliche Tod</a>&nbsp;|
<a href="Der_erste_Mensch" title="Der erste Mensch">Der erste Mensch</a>
</p><p><b>Dramen</b><br>
Revolte in Asturien&nbsp;|
<a href="Caligula_(Camus)" title="Caligula (Camus)">Caligula</a>&nbsp;|
Die Besessenen&nbsp;|
<a href="Das_Missverst%C3%A4ndnis" title="Das Missverständnis">Das Missverständnis</a>&nbsp;|
<a href="Der_Belagerungszustand" title="Der Belagerungszustand">Der Belagerungszustand</a>&nbsp;|
<a href="Die_Gerechten" title="Die Gerechten">Die Gerechten</a>&nbsp;|
Das Impromptu der Philosophen&nbsp;|
Die Liebe zum Kreuz
</p><p><b><a href="Das_Exil_und_das_Reich" title="Das Exil und das Reich">Das Exil und das Reich</a></b> (Novellen)<br>
<a href="Das_Exil_und_das_Reich#Die_Ehebrecherin" title="Das Exil und das Reich">Die Ehebrecherin</a>&nbsp;|
<a href="Das_Exil_und_das_Reich#Der_Abtrünnige_oder_ein_verwirrter_Geist" title="Das Exil und das Reich">Der Abtrünnige oder ein verwirrter Geist</a>&nbsp;|
<a href="Das_Exil_und_das_Reich#Die_Stummen" title="Das Exil und das Reich">Die Stummen</a>&nbsp;|
<a href="Das_Exil_und_das_Reich#Der_Gast" title="Das Exil und das Reich">Der Gast</a>&nbsp;|
<a href="Das_Exil_und_das_Reich#Jonas_oder_der_Künstler_bei_der_Arbeit" title="Das Exil und das Reich">Jonas oder der Künstler bei der Arbeit</a>&nbsp;|
<a href="Das_Exil_und_das_Reich#Der_treibende_Stein" title="Das Exil und das Reich">Der treibende Stein</a>
</p><p><b><a href="Hochzeit_des_Lichts" title="Hochzeit des Lichts">Hochzeit des Lichts</a></b> (Essays)<br>
<a href="Hochzeit_des_Lichts#Hochzeit_in_Tipasa" title="Hochzeit des Lichts">Hochzeit in Tipasa</a>&nbsp;|
<a href="Hochzeit_des_Lichts#Der_Wind_in_Djémila" title="Hochzeit des Lichts">Der Wind in Djémila</a>&nbsp;|
<a href="Hochzeit_des_Lichts#Sommer_in_Algier" title="Hochzeit des Lichts">Sommer in Algier</a>&nbsp;|
<a href="Hochzeit_des_Lichts#Die_Wüste" title="Hochzeit des Lichts">Die Wüste</a>
</p><p><b><a href="Heimkehr_nach_Tipasa" title="Heimkehr nach Tipasa">Heimkehr nach Tipasa</a></b> (Essays)<br>
<a href="Heimkehr_nach_Tipasa#Minotaurus" title="Heimkehr nach Tipasa">Minotaurus</a>&nbsp;|
<a href="Heimkehr_nach_Tipasa#Die_Mandelbäume" title="Heimkehr nach Tipasa">Die Mandelbäume</a>&nbsp;|
<a href="Heimkehr_nach_Tipasa#Prometheus_in_der_Hölle" title="Heimkehr nach Tipasa">Prometheus in der Hölle</a>&nbsp;|
<a href="Heimkehr_nach_Tipasa#Kleiner_Führer_durch_Städte_ohne_Vergangenheit" title="Heimkehr nach Tipasa">Kleiner Führer durch Städte ohne Vergangenheit</a>&nbsp;|
<a href="Heimkehr_nach_Tipasa#Helenas_Exil" title="Heimkehr nach Tipasa">Helenas Exil</a>&nbsp;|
<a href="Heimkehr_nach_Tipasa#Das_Rätsel" title="Heimkehr nach Tipasa">Das Rätsel</a>&nbsp;|
<a href="Heimkehr_nach_Tipasa#Heimkehr_nach_Tipasa" title="Heimkehr nach Tipasa">Heimkehr nach Tipasa</a>&nbsp;|
<a href="Heimkehr_nach_Tipasa#Das_Meer_(Bordtagebuch)" title="Heimkehr nach Tipasa">Das Meer (Bordtagebuch)</a>
</p><p><b>Weitere Essays</b><br>
Licht und Schatten&nbsp;|
<a href="Der_Mythos_des_Sisyphos" title="Der Mythos des Sisyphos">Der Mythos des Sisyphos</a>&nbsp;|
Briefe an einen deutschen Freund&nbsp;|
Die Befreiung von Paris&nbsp;|
René Leynaud&nbsp;|
Pessimismus und Tyrannei&nbsp;|
Der Ungläubige und die Christen&nbsp;|
Warum Spanien?&nbsp;|
Verteidigung der Freiheit&nbsp;|
<a href="Der_Mensch_in_der_Revolte" title="Der Mensch in der Revolte">Der Mensch in der Revolte</a>&nbsp;|
Betrachtungen zur Todesstrafe |
<a href="Weder_Opfer_noch_Henker" title="Weder Opfer noch Henker">Weder Opfer noch Henker</a>
</p><p><b>Tagebücher</b><br>
Tagebuch. Mai 1935 – Februar 1942&nbsp;|
Tagebuch. Januar 1942 – März 1951&nbsp;|
Reisetagebücher
</p>
</div></div>
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Normdaten&nbsp;(Werk): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4236814-5">4236814-5</a></span> </div>
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